Reichenbach

Markt
Markt
Schon von weitem sichtbar ragt trutzig der Turm der alten Wehrkirche aus dem Tal zwischen den Hügeln und Bergen – Ausläufern der Königshainer Berge im Nordosten und dem Rotstein im Westen sowie dem Töpferberg – heraus. Seit jeher ist das Schicksal der Stadt an seine große Durchgangsstraße, die mittelalterliche „Hohe Straße“ gebunden. Sie liegt an der Nahtstelle zwischen niederschlesischer und sächsischer Oberlausitz. Etwa 4300 Bürger leben hier; überragt von der St. Johanneskirche, die sogar 1346 Sitz eines Bischofs war.

„Im heiligen und untrennbaren Namen der Dreieinigkeit…, durch geneigte göttliche Gnade König der Böhmen…“, hiermit beginnt jenes Pergament vom 22. Februar 1238 für das Zisterziensernonnenkloster St. Mariental, in dem Reichenbach das erste Mal urkundlich in Erscheinung tritt als Mittelpunkt von Verwaltung, Gerichtsbarkeit und Wirtschaft eines gegebenen Kreises von Dörfern.

Heute hat die kleine Stadt deutlich an Ausstrahlung gewonnen: Auffällig sind die Grund- und Mittelschule, ein Freizeitbad, eine moderne Sporthalle, die Stadt- und Kreisbibliothek mit 4 Internetarbeitsplätzen, der Bernhard – Lekve – Park mit seltenen Gehölzen, das Ackerbürgermuseum sowie schöne Spazierwege – nicht zuletzt auf den Töpferberg (284 m), von dem man einen herrlichen Blick über Stadt und Umgebung hat.

Napoleon-Brücke
Napoleon-Brücke
Auch in den 1994 hinzugekommenen Ortsteilen Dittmannsdorf, Mengelsdorf, Meuselwitz und Zoblitz gibt es vielfältige Spuren der Geschichte. Die „Via regia“ führt über die Reichenbacher Ortsteile Reißaus, Schöps, Borda, streift nördlich Mengelsdorf bis zum Kanonenbusch. Bedeutendes Zeugnis ist die über 8 m breite Napoleonbrücke.
Reizvoll ist entlang der Uferhänge des „Schwarzen Schöpses“ der Park im Friedenstal Krobnitz mit dem Schloss des preußischen Kriegsministers und Ministerpräsidenten Theodor Albrecht Emil von Roon (1803 – 1879), der Mühlengrund in Oehlisch, die Ausläufer der Königshainer Berge, der idyllisch gelegene Teich am Dittmannsdorfer Oberwald und nicht zuletzt die gut erhaltenen Schöpser Schanzen.
Vielerlei Empfehlungen für das Wandern werden vermittelt. Reichenbach hat von jeher die regionale Zugehörigkeit zur Oberlausitz betont. Darauf verweisen schon die Grundfarben im Wappen: Blau und Gold.
Gotthold Ephraim Lessing  
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Via Regia Sculptura
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